Druckverfahren

Das Kennzeichnen von Malter-, Mütt-, Mehl- und Zentnersäcken ist ein altes handwerkliches Gewerbe. Aus selbstgepflanztem Hanf oder Flachs erzeugten die Heimweber Sacktuch, aus dem beinahe unverwüstliche Leinenzwilchsäcke genäht wurden. Der Sackzeichner kennzeichnete diese mittels Buchstaben, Zahlen, Motiven und Familienwappen, die aus Holz - meistens Birnenbaumholz - geschnitzt wurden. Als Druckschwärze benutzte man ein Gemisch aus Kienruss, Bleiglätte und Leinöl. Damit wurden die Druckstempel eingeschwärzt, bevor man sie auf dem Sack platzierte und ein paar Sekunden unter die Presse legte.

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